Die Wahrheit über sexuellen Kindesmissbrauch in Deutschland (Infografik)

Sexueller Kindesmissbrauch in Deutschland Titelbild

Wenn ich mir die offiziellen Statistiken über sexuellen Kindesmissbrauch in Deutschland ansehe, treibt es mir die Tränen in die Augen. Wie kann es sein, dass in einem Land, in dem alles so zivilisiert, geordnet und friedlich erscheint, sexueller Kindesmissbrauch in solch einem unvorstellbaren Ausmaß vonstatten geht?

Sexueller Kindesmissbrauch ist keine Ausnahme, sondern geschieht weitaus häufiger als es die meisten annehmen würden. Es passiert ständig und überall in allen Bundesländern, in allen Städten, in jedem Dorf und in allen Bevölkerungsschichten. Wahrscheinlich passiert es sogar in Deiner unmittelbaren Nachbarschaft, vielleicht sogar in dem Haus, in dem Du wohnst.

Was würdest Du schätzen? Jedes wie vielte Kind wird in Deutschland sexuell missbraucht? Jedes hundertste? Jedes fünfzigste? Vielleicht jedes zwanzigste?

Die Wahrheit ist: Jedes siebte (!) Kind erlebt sexuellen Missbrauch. Und das in unserem – eigentlich so schönen – Deutschland. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind insgesamt etwa 1 Million Kinder und Jugendliche in Deutschland von sexuellem Kindesmissbrauch betroffen.

Die nachfolgende Infografik zeigt alle wesentlichen Fakten über sexuellen Kindesmissbrauch in Deutschland auf. Teile sie, zum Beispiel auf Facebook und Pinterest, rede darüber und leiste Deinen Beitrag dazu, sexuellen Kindesmissbrauch in Deutschland zu bekämpfen. Die Kinder dieses Landes, Deine Kinder, werden es Dir von Herzen danken.

Infografik „Sexueller Kindesmissbrauch in Deutschland“

Sexueller Kindesmissbrauch in Deutschland Infografik

Meine persönliche Meinung zum politischen Handeln

Sexueller Kindesmissbrauch ist auch der Bundesregierung bekannt. Im März 2010 richtete sie den runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ ein und berief die damalige Familienministerin Dr. Christine Bergmann als erste unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Ein richtiger, ein wichtiger Schritt! Aber wird von der Bundesregierung heute genug getan, um Kindesmissbrauch zu bekämpfen? Meine Meinung dazu ist klar und deutlich: Nein. Die Regierung muss noch deutlich mehr gegen Kindesmissbrauch tun!

Wie soll sexueller Kindesmissbrauch effektiv bekämpft werden, wenn dem Großteil der Bevölkerung gar nicht klar ist, wie verbreitet Kindesmissbrauch de facto ist? Durch breit angelegte Aufklärungskampagnen müsste diese erschreckende Information im ganzen Land verbreitet werden, damit jeder „wach“ wird zu diesem Thema, damit Eltern, Erzieher und Lehrer sensibilisiert werden und – polemisch formuliert – Ausschau halten wie Wachhunde.

Ich liebe dieses Land, unser Deutschland und ich bin Freund unserer Bundesregierung und Fan von unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel. Aber als Frau Merkel Anfang Juli das Wahlprogramm mit den Worten „ein bisschen träumen“ vorstellte, stieß mir dies schon ein wenig auf. Wie müssen sich Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch, schwer Traumatisierte dabei fühlen? Für sie geht es meist nicht ums Träumen, sondern ums „nackte“ Überleben, um das Leben mit den Folgen der Traumatisierungen, welche durch sexuellen Kindesmissbrauch entstanden sind.

Ich möchte nicht gegen die Bundesregierung oder die Politik im Allgemeinen hetzen. Davon bin ich kein Freund. Ich möchte aber dazu aufrufen, deutlich mehr in die Prävention und Öffentlichkeitsarbeit gegen sexuellen Kindesmissbrauch zu investieren. „Sprudelnde Steuereinnahmen“ wie es immer so schön heißt und das Rekord-Tief der Arbeitslosenzahlen dürften dieses aus finanzieller Sicht erlauben.

Nicht weiter zu- und wegsehen

Seitdem ich weiß, wie erschreckend häufig sexueller Kindesmissbrauch in Deutschland ist und unter welchen Folgen Betroffene – teilweise ein Leben lang – leiden müssen, habe ich beschlossen, meinen Teil dazu beizutragen, Kindesmissbrauch zu bekämpfen.

Du möchtest auch etwas dagegen tun? Dann teile diesen Beitrag, die Infografik (z.B. auf Facebook und Pinterest) und rede darüber. Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto schwieriger haben es die Täter.

Lasst uns dieses Land sicherer machen für unsere Kinder!

Fragen und Anmerkungen sind herzlich willkommen.

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HERZliche Grüße

Stephan

 

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